Örtliches Teilhabemanagement startet Mapping-Mai

Das Örtliche Teilhabemanagement des Landkreises ruft den Mai zum Mapping-Monat aus und lädt jeden ein, sich aktiv an der Bewertung von rollstuhlgerechten Orten im Jerichower Land zu beteiligen. Anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung der Menschen mit Behinderung am 5. Mai 2022 soll auf die Bedeutsamkeit der Barrierefreiheit für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen hingewiesen werden.

Beim sogenannten Mapping werden Informationen zur Barrierefreiheit von Einrichtungen, Lokalen und Geschäften auf der weltweit größten Online-Karte für rollstuhlgerechte Orte Wheelmap.org gesammelt und abgebildet. Jeder kann Orte finden und eintragen, weltweit und kostenlos. Dazu ist keine Anmeldung nötig. Einfach https://wheelmap.org/ im Handy oder am Computer aufrufen und los geht’s. Nach einem Ampelsystem werden die Orte auf ihre Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer bewertet. Es können Fotos von Eingängen hochgeladen und weitere Informationen gegeben werden. Das alles ist eine Sache von wenigen Minuten.

„Es geht allgemein um die Kluft zwischen Anspruch auf gleichberechtigte Teilhabe und der Lebenswirklichkeit von Menschen mit Behinderung. Uns ist bewusst, dass Barrierefreiheit nicht nur eine Bedeutung für Rollstuhlnutzer hat. Jedoch stellen die Menschen mit Mobilitätseinschränkungen auch in unserem Landkreis den zahlenmäßig größten Anteil dar“, erklärt Teilhabemanagerin Iris Erben und ihre Kollegin Silvia Müller ergänzt: “Diese erste Aktion im Jerichower Land soll zur Sensibilisierung und Aufklärung beitragen. Das wohl schönste Ergebnis aus der Aktion wäre, wenn im Nachgang Barrieren zum Beispiel durch Rampen abgebaut und der Zugang so möglich wird.“

Für Rückfragen zur Mapping-Aktion ist das Örtliche Teilhabemanagement unter den Telefonnummern 03921/949-1016 und -1020 sowie per Mail an und erreichbar.


 

Einfache Sprache

Wir starten eine Aktion. 

Es geht um rollstuhlgerechte Orte in deiner Nähe. 

Wir wollen gemeinsam etwas bewirken. Du kannst mitmachen. 

Bitte bewerte im Mai viele Orte auf der Wheelmap. 

Klicke dafür auf  https://wheelmap.org/

Du kannst auch anders helfen. 

Rufe uns an oder schicke eine E-Mail. Teile uns mit, welchen Ort wir für dich bewerten sollen.

E-Mail: oder

Telefon: 03921 949-1016 oder 03921 949-1020

 

Das Projekt "Örtliches Teilhabemanagement im Landkreis Jerichower Land" ist Bestandteil des Landesprogrammes "Örtliches Teilhabemanagement" und wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen Anhalt gefördert.

Ziel der Förderung ist es für Menschen mit Beeinträchtigungen eine umfassende gesellschaftliche und selbstbestimmte Teilhabe zu ermöglichen, indem ein inklusiver Sozialraum geschaffen wird. Hierfür hat der Landkreis zwei örtliche Teilhabemanagerinnen eingestellt, die durch das Landesprogramm gefördert werden. Ihr Tätigkeitsfeld umfasst:

  • örtliche Teilhabebarrieren und Teilhabedefizite feststellen sowie Maßnahmen zur Überwindung erarbeiten und deren Umsetzung begleiten 

  • örtlichen Aktionsplänen erstellen, die zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention anregen und Mitwirkung bei deren Umsetzung

  • individuelle Beratung zu Teilhabe-Möglichkeiten in allen Lebensbereichen und der Nutzung eigener Ressourcen bzw. im sozialem Umfeld

  • Mitwirkung an der individuellen Teilhabeplanung im Landkreis 

  • örtliche Öffentlichkeitsarbeit zur Bewusstseinsbildung im Sinne der Inklusion und der UN-Behindertenrechtskonvention verstärken

  • zentrale Ansprechstelle für den Bereich Inklusion

  • ein kommunales "Netzwerk Inklusion" aufbauen und pflegen

  • Fortschreibung des  kommunalen Aktionsplan für den Landkreis 

  • eine zentrale Internetplattform zur Information und Vernetzung aufbauen und pflegen

  • Förderung ehrenamtlichen Engagements von und für Menschen mit Beeinträchtigungen

Das Projekt wurde am 1. November 2017 gestartet und läuft bis zum 30. September 2022.

Auf Grundlage der UN- Behindertenrechtskonvention hat der Landkreis Jerichower Land im November 2019 einen Aktionsplan beschlossen. Dieser beleuchtet den jetzigen Arbeitsstand in acht unterschiedlichen Bereichen und soll in regelmäßigen Abständen fortgeschrieben werden.

Handlungsfelder Aktionsplan:

  1.  Barrierefreiheit, Kommunikation, Information und unabhängige Lebensführung

  2. Bildung und lebenslanges Lernen

  3. Arbeit und Beschäftigung

  4. Gesundheit, Habilitation, Rehabilitation und Pflege

  5. Teilhabe am politischen und öffentlichen Leben

  6. Sport, Kultur und Tourismus

  7. Frauen und Mädchen, Kinder und Jugendliche

  8. Bewusstseinsbildung

Die UN- Behindertenrechtskonvention fordert Inklusion - die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben. Deutschland und derzeit 177 weitere Länder haben sich zur UN- Konvention bekannt und zur Umsetzung verpflichtet.

Teilhabekonferenz

Aufgrund der aktuellen Pandemiesituation kann der Termin und die Form der Teilhabekonferenz leider noch nicht abgeschätzt werden. Sobald dies möglich ist, wird hier darüber informiert.

Arbeitsgruppen

In unterschiedlichen Arbeitsgruppen werden Handlungsmaßnahmen für den Aktionsplan des Landkreises erarbeitet und Ideen zur Umsetzung entwickelt. Wer Interesse an der Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe hat, kann sich direkt beim Örtlichen Teilhabemanagement melden:

  • Arbeitsgruppe Barrierefreiheit, Kommunikation, Information, unabhängige Lebensführung     
  • Arbeitsgruppe Arbeit und Beschäftigung
  • Arbeitsgruppe Teilhabe am politischen und öffentlichen Leben
  • Arbeitsgruppe Sport, Kultur und Tourismus
  • Arbeitsgruppe Gesundheit, Rehabilitation, Pflege
Sensibilisierung mit dem Alterssimulationsanzug, AgeMan

Der Alterssimulationsanzug lässt den Träger innerhalb weniger Minuten in die Wahrnehmung- und Erfahrungswelt körperlich beeinträchtigter und älterer Menschen eintauchen. In eindrucksvoller Weise verändern sich Fähigkeiten wie Hörvermögen, Alterssichtigkeit, Farbensehen, nachlassende Kraft und Beweglichkeit. Erlebbar wird, wie zum Beispiel Misserfolge bei alltäglichen Arbeiten zu Gefühlen der Hilflosigkeit führen und Ärger über sich selbst. Sensibilisierungen mit dem Alterssimulationsanzug sind eindrücklicher und nachhaltiger als jede Theorie.

Kontakt
Bahnhofstraße 9
39288 Burg

Ansprechpartnerinnen:
Silvia Müller
Iris Erben

Sprechzeiten:
jeden ersten Donnerstag im Monat
08:00-12:00 Uhr und 13:00-17:00 Uhr
Termine sind auch nach Vereinbarung möglich. 

- barrierefreier Zugang
- Behindertenparkplatz vorhanden