FrauenOrte in Sachsen-Anhalt

Schon gewusst? Im Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalts gibt es über 50 bedeutsame FrauenOrte zu entdecken. FrauenOrte - das sind Orte, die Geschichte erzählen. Das seit mehr als 20 Jahren bestehende Netzwerk wird seit 2019 durch eine Koordinierungsstelle beim Courage e.V. Halle, deren Arbeit durch das Land Sachsen-Anhalt gefördert wird, unterstützt. Seither wird auf das Thema aufmerksam gemacht, dessen Bedeutung stetig zunimmt. Begibt man sich auf Spurensuche im Jerichower Land, begegnen einem im Laufe der Jahrhunderte bekannte Persönlichkeiten, wie Elisabeth von Ardenne, die als Vorlage für die Romanfigur Effi Briest diente oder der Schriftstellerin Brigitte Reimann, die in Burg geboren wurde. Einen informativen Überblick bietet der Imagefilm „FrauenOrte – eine Entdeckungsreise durch Sachsen-Anhalt“, der auf Youtube zur Verfügung steht.

FrauenOrt Schloss Zerben

Mitten im Grünen steht eingebettet in die idyllische Elbauen Landschaft ein gewöhnliches, allerdings geschichtsträchtiges Schloss. Das Geburtshaus von Elisabeth von Ardenne, geb. Edle und Freiin von Plotho, wurde seit 1999 aufwendig von der Gemeinde Elbe-Parey in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Effie Briest e.V. saniert und wiedererrichtet.

Das Schicksal Theodor Fontanes berühmter Romanfigur „Effie Briest“ basiert auf dem Leben der Elisabeth von Ardenne. 1853 wurde sie im damaligen Herrenhaus in Zerben geboren und 20 Jahre später folgte die Hochzeit in der Zerbener Kirche mit Lèon Armand von Ardenne. Anders als die Titelheldin stirbt Elisabeth nicht an gebrochenen Herzen, sondern führte bis weit über 90 ein erfülltes Leben als willensstarke, aktive und lernbegeisterte Frau.

Das Schloss lädt sowohl Literatur- als auch Naturliebhaber zum Entdecken des bedeutsamen Ortes ein. Führungen und Besichtigungen im Schloss sind nach telefonischer Anmeldung möglich.

Kontakt

Schloss Zerben
Am Park 2
39317 Elbe-Parey OT Zerben
Telefon: 039349 93429
E-Mail: 
www.effis-zerben.de

FrauenOrt Burg bei Magdeburg

Am 21. Juli 1933 wurde Brigitte Reimann in Burg geboren. Sie besuchte dort die Grund- und die Oberschule. Nach dem Abitur wurde sie Lehrerin und wurde später eine bedeutende Schriftstellerin. Ihr bekanntester Roman „Franziska Linkerhand“ blieb unvollendet. 1973 wurde die Autorin in Oranienbaum, in der Grabstätte der Familie beigesetzt und 2019 wurde die Urne zurück nach Burg überführt. Nach ihrem Tod gewannen vor allem die Tagbücher Reimanns, die sie zwischen 1955 und 1970 verfasste, an Bedeutung. Sehenswerte FrauenOrte sind in Burg die Stadtbibliothek, das Grab auf dem Ostfriedhof Burg sowie entlang der Ihle die Brigitte-Reimann-Promenade.

Weitere Informationen zum Leben der Brigitte Reimann in Burg:

Kontakt

Stadtbibliothek Bibliothek
Berliner Str. 38, 39288 Burg
Telefon: 03921 2331
E-Mail: 
www.stadtburg.info/stadtbibliothek

Tourist –Information Burg
Bahnhofstr. 10, 39288 Burg
Telefon: 03921 6369290
E-Mail: