Was ist das Coronavirus?

Das aktuell zirkulierende Coronavirus wird auch COVID-19 genannt. Die Erkrankung unterscheidet sich in den allermeisten Fällen nicht wesentlich von anderen Erkältungskrankheiten, die derzeit Saison haben (z. B. Influenza).

Wie andere Viruserkrankungen auch kann eine Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus zu Krankheitserscheinungen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen, Fieber usw. führen. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall.

Bei einem Teil der Patienten geht das Virus mit einem schweren Verlauf einher und kann zu Atemproblemen und Lungenentzündung führen. Dies gilt insbesondere für Menschen, die Vorerkrankungen der Atemwegen, des Herzens, schwerere allgemeine Erkrankungen wie Diabetes haben oder die eine Behandlung mit Medikamenten durchführen müssen, die das Immunsystem beeinträchtigen.

Was muss getan werden, um der Erkrankungswelle bestmöglich zu begegnen?
  • Möglichst zuhause bleiben!
  • Sich über die Situation informieren, auf den Internetseiten öffentlicher Stellen, die qualitätsgesicherte Informationen anbieten, wie z. B. Bundesgesundheitsministerium und Gesundheitsministerium des Landes Sachsen-Anhalt, Robert Koch-Institut, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
    • Vorgaben der Behörden befolgen
    • Kontakte generell reduzieren
    • Keine zweifelhaften Social-Media-Informationen verbreiten
    • Eine gute Händehygienepraktizieren, sich an die Husten- und Niesregeln halten
    • Aufs Händeschütteln verzichten
    • Sich möglichst wenig ins Gesicht fassen, um etwaige Krankheitserreger nicht über die Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund aufzunehmen
    • Abstand halten von Menschen, die sichtbar an einer Atemwegserkrankung leiden
    • Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vermeiden
    • Nach Möglichkeit von zu Hause arbeiten
    • Keine privaten Veranstaltungen (Geburtstagsfeiern, Spieleabende o.ä.) organisieren oder besuchen
Kann man sich gegen Covid-19 impfen lassen?

Die mobilen Impfteams haben am 27. Dezember 2020 mit den ersten Impfungen in Pflegeeinrichtungen begonnen. Die Impfzentren in Sachsen-Anhalt wurden ab 21. Dezember mit dem notwendigen Impfzubehör für die weiteren Impfungen beliefert. THW-Kräfte unterstützen den Transport, die Entladung und Kommissionierung der Waren und den Transport zu den Impfzentren. Mehr Informationen zur Corona-Schutzimpfung

Wie funktioniert der Meldeweg?

Die Ärztin oder der Arzt, der bei einem Patienten den Verdacht auf eine Erkrankung mit dem neuartigen Corona-Virus stellt, muss dies dem Gesundheitsamt melden. Auch das Labor, welches das neuartige Corona-Virus bei einem Menschen nachweist, muss dies dem Gesundheitsamt melden.

Die COVID-19-Fälle werden von den zuständigen Gesundheitsämtern elektronisch über die zuständigen Landesbehörden ans Robert-Koch-Institut (RKI) übermittelt, allerdings ohne Name, Wohnort und Kontaktdaten der Betroffenen. Dabei können - sofern sie dem Gesundheitsamt vorliegen - auch zusätzliche Informationen übermittelt werden, z. B. Erkrankungsbeginn, Symptome und ob der/die Betroffene ins Krankenhaus oder auf eine Intensivstation eingewiesen worden ist. Die Daten werden vom RKI ausgewertet und dargestellt

Welchen Zweck hat eine Quarantäne?

Eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland soll so weit wie möglich verlangsamt werden. Hierfür ist es notwendig, die Kontaktpersonen von labordiagnostisch bestätigten Infektionsfällen zu identifizieren und - je nach individuellem Infektionsrisiko - ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) zu beobachten, wenn geboten auch in häuslicher Quarantäne.

Das Gesundheitsamt legt im Einzelfall das konkrete Vorgehen für Kontaktpersonen fest. Zu den Empfehlungen des Gesundheitsamtes kann gehören, zu Hause zu bleiben, Abstand von Dritten zu halten, regelmäßige Händehygiene sowie auf eine gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume zu achten. Kontaktoberflächen wie Tisch oder Türklinken sollten regelmäßig mit Haushaltsreiniger gereinigt werden.

Sollten Betroffene bei einer Atemwegserkrankung ärztlichen Rat einholen und einen Test veranlassen, auch wenn die Symptome nur leicht sind (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.)?

Ja, wenn:

  • man in den letzten zwei Wochen Kontakt hatte zu einem Erkrankten, bei dem im Labor eine COVID-19-Diagnose gestellt wurde
  • man in einem Gebiet war, in dem es bereits zu vielen COVID-19-Erkrankungen gekommen ist
  • eine Vorerkrankung besteht oder die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber etc.)
  • man bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für schwere Erkrankungen haben (z.B. im Krankenhaus oder der Altenpflege)

Schon bevor das Testergebnis vorliegt, sollte man sich selbst isolieren, d.h. zuhause bleiben, alle engen Kontakte unter 2 Metern meiden, gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen (falls vorhanden) einen Mund-Nasenschutz tragen.

Sollten die Beschwerden zunehmen, sollte zunächst die bundesweite Rufnummer des Kassenärztlichen Notdienstes in Deutschland 116117 kontaktiert werden. In Notfällen (z.B. Atemnot) wenden Sie sich an den Notruf 112 oder eine Rettungsstelle.

Ist ein Test bei Personen ohne Krankheitszeichen sinnvoll?

Eine Labordiagnose sollte nur bei Krankheitszeichen durchgeführt werden zur Klärung der Ursache. Wenn man gesund ist, sich aber noch in der Inkubationszeit befindet (kann bis zu 14 Tage betragen), sagt ein negativer Test auf COVID-19 nichts darüber aus, ob man nicht doch noch krank werden kann. Zudem würden damit die Laborkapazitäten unnötig belastet.

Welche Mittel sind geeignet bei Desinfektionsmaßnahmen?

Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich "begrenzt viruzid" (wirksam gegen behüllte Viren), "begrenzt viruzid PLUS" oder "viruzid" anzuwenden.

Was ist über COVID-19 bei Kindern und Schwangeren bekannt?

Bisherigen Daten zufolge ist die Symptomatik von COVID-19 bei Kindern deutlich geringer ausgeprägt als bei Erwachsenen. Zum tatsächlichen Beitrag von Kindern und Jugendlichen an der Transmission in der Bevölkerung liegen keine Daten vor. Schwangere scheinen der WHO und deren Daten aus China zufolge kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu haben. Es gibt bislang keine Hinweise darauf, dass COVID-19 auf das Kind im Mutterleib übertragbar ist. Eine Übertragung auf das neugeborene Kind ist über den engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion möglich, bisher gibt es jedoch keine Nachweise von SARS-CoV-2 in der Muttermilch. Die Datenlage ist derzeit aber noch nicht ausreichend, um diese und andere Fragen zu COVID-19 in der Schwangerschaft sicher zu beantworten.

 
Wer muss in Quarantäne?

In die häusliche Quarantäne müssen Personen, die ansteckend sind oder bei denen der Verdacht auf Ansteckung besteht. Dabei spielt es keine Rolle, ob man sich tatsächlich aktuell krank oder gesund fühlt. Zu diesem Personenkreis gehören Menschen, die sich mit COVID-19 infiziert haben bzw. direkten Kontakt mit COVID-19-Erkrankten hatten. Außerdem müssen sich Reisende, die innerhalb der letzten 14 Tage in einem besonders betroffenen Gebiet innerhalb Deutschlands bzw. in einem internationalen Risikogebiet unterwegs waren, ebenfalls in die häusliche Quarantäne begeben.

Wer darf die Quarantäne begleiten?

Grundsätzlich gilt, dass der direkte persönliche Kontakt auf ein absolutes Minimum zu reduzieren ist. Bei Familien, welche die gleichen Räumlichkeiten bewohnen, sollte die Aufteilung so erfolgen, dass die betroffene Person möglichst isoliert leben kann. Vorerkrankte Familienmitglieder sollten die gemeinsamen Wohnräume für die Zeit der Quarantäne möglichst komplett verlassen.

Welche Regeln sind für Familien in der häuslichen Quarantäne zu beachten?

Die betroffene Person sollte möglichst in einem Einzelzimmer untergebracht werden, welches mehrmals täglich gut gelüftet wird. Gemeinschaftsräume, wie Bad und Küche, sollten nicht unbedingt öfter als nötig genutzt und mehrmals täglich gereinigt werden. Zudem sind die Mahlzeiten getrennt voneinander einzunehmen. Während der gesamten Quarantäne ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für alle Beteiligten unerlässlich. Zudem sollten sich alle Bewohner unbedingt an die Husten- und Niesregeln halten.

Welche Hygieneregeln sind zu beachten?

Unbedingt einzuhalten sind die Husten- und Niesregeln sowie die Handhygiene. Wäsche der erkrankten Person ist bei 60°C zu waschen. Diese sollte zuvor auch separat gesammelt werden und nach der Wäsche komplett austrocknen.

Wie ist mit dem Abfall aus Quarantänehaushalten umzugehen?

Der Abfall sollte in einem stabilen Müllsack gesammelt und im Krankenzimmer in einem festen Behältnis aufbewahrt werden. Anschließend wird der verschnürte Müllsack im Restmüll entsorgt.

Welche Regeln gelten bei Kontakt mit Personen außerhalb des Haushalts?

Direkter persönlicher Kontakt mit Postboten, Lieferdiensten oder Nachbarn ist unbedingt zu vermeiden. Lieferungen sollten möglichst vor der Tür abgelegt werden, damit eine kontaktlose Übergabe möglich ist. Zahlreiche Lieferdienste haben sich auf die aktuelle Situation eingestellt und ihren Service entsprechend angepasst.

Wie erfolgt während der Quarantänezeit die Lohnfortzahlung?

Tatsächlich an COVID-19 erkrankte Personen erhalten für 6 Wochen die normale Lohnfortzahlung wie bei anderen Krankheitsfällen auch. Nicht erkrankte Personen, die sich aber ebenfalls in Quarantäne befinden, haben einen Entschädigungsanspruch gemäß §56 Infektionsschutzgesetz. Dieser berechnet sich in Höhe des Verdienstausfalls bzw. des Nettoentgelts. Ausgezahlt wird diese Entschädigungszahlung durch den Arbeitgeber. Selbstständige wenden sich für die Auszahlung an die anordnende Behörde.

Wer ist Ansprechpartner bei medizinischen Fragen während der Quarantäne?

Für allgemeine oder medizinische Fragen ist die Beratungshotline zum Coronavirus Montag bis Donnerstag von 8 - 16 Uhr und freitags von 8 - 12 Uhr unter der Nummer 03921/949-5353 zu erreichen. Außerhalb der Sprechzeiten steht der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der kostenfreien Nummer 116 117 zur Verfügung. Bei medizinischen Notfällen ist der Notruf unter der Nummer 112 anzuwählen.

Häufige Fragen und Antworten zu den aktuellen Corona-Regeln sind unter https://ms.sachsen-anhalt.de/themen/gesundheit/aktuell/coronavirus/fragen-und-antworten/ einsehbar.